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Hypnose - Bühnen-Show oder die schnellste und wirksamste Technik, um Ziele zu erreichen?

Woher kommt der Begriff Hypnose?

 

Der schottische Arzt und Chirurg James Braid prägte in seinem Buch von 1843 den Ausdruck „Hypnose“ für den Zustand eines magnetischen Schlafes. Obwohl er erkannt hatte, dass Hypnose und Schlaf verschieden sind, wurde der Name Hypnose bis heute beibehalten.

Er war einer der Ersten, der den magnetischen Schlaf auf Prozesse im Menschen zurückführte und als nicht von außen kommend. Er glaubte anfänglich, dass eine herbeigeführte Ermüdung des Nervensystems nach langer Fixierung der Aufmerksamkeit die Trance herbeiführe. Daher nannte er diesen Zustand dann „nervösen Schlaf“ und wählte den Ausdruck „Neuro-Hypnologie“ (Neuro = Nerv, Hypnos = Schlaf), den er zu „Neurypnologie“ verkürzte. Schließlich prägte er den Ausdruck “Hypnose“, der sich bis heute behauptet.

 

Was ist Hypnose?

 

Hypnose ist der Zustand erhöhter Konzentration auf eine einzige Sache. Sie ist die schnellste und wirksamste Technik, um Ziele zu erreichen.

Hypnose kann Illusionen, Halluzinationen aber auch das Erinnern an längst Vergessenes bewirken. Hypnose ist in den Techniken des modernen Managements und in den modernen Führungsstilen zu finden. Sie hilft, Leistungsspitzen zu erreichen, kann in der Medizin helfend eingesetzt werden, befreit von Ängsten und macht „stark“. Hypnose kennt keine Schranken, keine Grenzen. Sie ist ein faszinierendes Phänomen der Psyche, direkt mit dem täglichen Leben verbunden, das sie beeinflusst. Hypnose wird in allen unseren Lebensbereichen bewusst oder unbewusst eingesetzt.

Wer sich ernstlich mit Hypnose befassen will, sollte sich zuerst einmal gründlich mit der Suggestion beschäftigen. (Lesen hierzu auch den Artikel zur Suggestibilität). Bestellen Sie das leicht verständliche Gratis-E-Buch „Hypnose im Alltag“

Suggestion ist die Beeinflussung des Denkens, Wollens und des Fühlens eines Menschen unter Umgehung seiner rationalen Persönlichkeit.

 

Wer kann hypnotisiert werden?

 

Die meisten Fachleute stimmen überein, dass 90 % aller Menschen zu hypnotisieren sind. Allerdings ist ein gewisses Maß an Intelligenz Voraussetzung. Eine der geistigen Fähigkeiten, die die Erfahrung von Hypnose begünstigt, bezeichnet man als Absorptionsfähigkeit. Das ist die Fähigkeit, völlig in einer Aktivität aufzugehen, ohne sich abzulenken zu lassen. Ergänzend hinzu kommt das geistige Vorstellungsvermögen (Kreativität), um den üblichen realitätsorientierten Bezugsrahmen verlassen zu können. (Bei Untersuchungen hat man herausgefunden, dass der hypnotische Zustand beim Menschen vermutlich die Aktivität der rechten Gehirnhälfte entwickelt). Wenn dieses vorhanden ist, bedarf es jedoch noch einer Beziehung (Rapport) zwischen dem Klienten und dem Therapeuten.

Die Fähigkeit, in der therapeutischen Situation Hypnose zu erfahren, ist nicht nur von der Hypnotisierbarkeit des Klienten bestimmt, sondern hängt im Wesentlichen von der therapeutischen Situation und der Beziehung zum Therapeuten ab.

Der hypnotische Zustand besteht aus fließendem Übergang vom Wachzustand über leichte hypnoide Zustände (Trance-Tiefe) mit angenehmer Entspannung, aber noch kontrollierter Vorstellungstätigkeit (wird auch im Superlaerning eingesetzt), bis hin zu einer sehr tiefen Hypnose (tiefe Trance), in der man Zeit und Raum vollkommen vergessen kann (bei chirurgischen Eingriffen).

 

Ist Hypnose eine Therapie?

 

Der hypnotische Zustand ist noch keine Therapie, sondern nur die Voraussetzung dazu. Der unsachgemäße Umgang mit Hypnose (Laienhypnotiseure, Bühnenhypnose) könnte Benommenheit, Kopfschmerzen oder psychotische Schübe auslösen. Erst die Bearbeitung der psychischen Komponenten mit verschiedenen Hilfsmitteln während der Hypnose (Trance) ist die Therapie. (Ein Zitat aus der „Enzyklopädie der Bühnenhypnose“: „Dem Bühnenhypnotiseur von heute ist es gleich, ob seine Medien (Personen) tatsächlich in Hypnose sind oder nicht. Ihn interessiert ….. wie er seine Medien zu einem Pseudoverhalten veranlassen kann, das wie Hypnose aussieht – um seine Zuschauer zum Lachen zu bringen und zu unterhalten“.)

Nicht nur der Patient, sondern auch der Therapeut sollte über eine gewisse Fähigkeit verfügen, den hypnotischen Zustand erfahren zu können. Mit einem Instrument, das man selbst gut kennt, kann man auch besser arbeiten.

 

Kommt Hypnose im Alltag vor?

 

Wenn es auch den meisten Anwendern nicht bekannt ist, so finden wir die hypnotischen Sprachmuster in jedem Lebensbereich: In der Politik, der Werbung, im Verkauf, zur Show und als Mittel in der klinischen Hypnotherapie.

Hier ein paar Beispiele:

Ein Mensch beißt herzhaft in eine saftige Zitrone. Dieses Bild ruft bei vielen Menschen nachweislich vermehrten Speichelfluss und ein saures Gefühl hervor.

Oder: Im Werbespot wird ein Film von fröhlichen, jungen Menschen am sonnigen weißen Strand mit blauem Meer gezeigt, die sich mit Bacardi zuprosten. Damit wird die Sehnsucht geweckt, die Vorstellung im Unterbewusstsein gespeichert und das Getränk gekauft.

Oder: Abenteuer, Freiheit, auf dem Rücken der Pferde ……. wird mit Marlboro verbunden.

Es wird immer suggeriert, und der Mensch folgt, mehr oder weniger!!!!

Wer jedoch Angst hat, sich mit Hypnose zu beschäftigen und glaubt, er könne der Hypnose aus dem Weg gehen, dem sei gesagt: „Hypnose findet permanent statt, ohne dass wir es bewusst erleben.

Nicht unser Wille ist der Antrieb unseres Handelns, sonder die Vorstellungskraft!

Noch schnell ein Beispiel: Denken Sie bitte mal ganz konzentriert nicht an blaue Elefanten! Na, was ist stärker? Der Wille es nicht zu tun, oder Ihre Fantasie.

 

„Tiefe Trance ist der hypnotische Zustand, der es dem Menschen erlaubt, sich auf der unbewussten Ebene spontan und angemessen zu verhalten, ohne dass das bewusste Denken sich einmischt.“

(Milton H. Erikson)

 

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